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20 Zeit - zeitlos

Unsere Welt ist eingebunden in ein großes Ganzes des Universums. Das Universelle ist zeitlos, ewig, hat keinen Anfang und auch kein Ende. In ihm ist ständiger Neubeginn und Vergehen, unablässige Veränderung in unendlichen Kreisläufen. Dieses Universelle ist eine Grundenergie, die das gesamte Weltall durchzieht, alles verbindet, und auf der Formen, Sterne, Planeten und unsere Welt sichtbar werden kann.

In dieses zeitlose Universelle wird jeder Mensch hineingeboren mit einem Set an Talenten und Begabungen. Er agiert als Kleinkind aus dem JETZT mit vollem Zugang zur universellen Weisheit. Dann bekommt er einen Namen, erlernt Zeit, und trennt sich immer mehr von der universellen Einheit allen Seins. Er identifiziert sich mit dem Namen und den dazu gehörigen Geschichten, von "mein Spielzeug und mir gehört das". Er entwickelt damit ein Ego, ein falsches Selbst, und übernimmt von anderen, wie er die Welt zu sehen hat. So wächst er auf und lernt mit dem Erwachsensein für seine Grundbedürfnisse von Nahrung, Obdach, Sicherheit und Sex selbst zu sorgen und auch, dass er voll verantwortlich ist für seine Lebenssituation. Er reift heran zu einer Persönlichkeit und stellt sich irgendwann die Frage, was der Sinn des Ganzen sei.

Er fragt sich: "Wer bin ich und was soll das Ganze?"

In diesem Stadium meines Lebens habe ich damals mein Objekt gestaltet, um mir die Situation klarer vor Augen zu führen. Wir kommen aus der universellen Einheit, aus dem Feld aller Möglichkeiten, einem universellen Wissensschatz, symbolisiert durch den Kreis aus Zeitungsstapeln. Dann bekommen wir einen Namen, trennen uns, lernen die Welt kennen und übernehmen viele Informationen von anderen Menschen. Dabei sind gute, hilfreiche, aber auch unsinnige oder unangenehme, die wir wahllos einspeichern in unser Unterbewusstsein. Aus diesem inneren Fundus werden unsere Gedanken gespeist, Gefühle generiert und Handlungen angeregt. Das Unterbewusstsein könnte man sehen als einen Lagerraum, eine Abstellkammer, in der viele Menschen etwas abgestellt haben. Sie sollte von uns ganz bewusst aufgeräumt und sortiert werden nach dem, was eigentlich unseres ist, unsere Talente und Begabungen. Das ist das Kreuz, das jeder Mensch zu tragen hat. Denn räumen wir nicht freiwillig auf, wird es zur Last, zu einer Bürde, denn die inneren Gesetzmäßigkeiten zwingen uns zu klären. Viele Menschen haben Angst vor ihren Gedanken, doch das ist unnötig. Es sind nicht ihre, sondern von irgendwelchen Menschen übernommene Gedanken und Überzeugungen. Nur hilft uns das nicht. Sie wollen bewusst gemacht werden. Wir sollten wissen, was wir denken und fühlen, und sollten uns mit den inneren Gesetzmäßigkeiten vertraut machen.

In meiner Installation wird das Universelle durch einen Kreis von Zeitungsstapeln symbolisiert, ergänzt durch das Zeitlose, einen Wecker und das Formlose, einen Maßstab, beide ohne Funktion. Die vielen Informationen in den Zeitungen weisen auf den universellen Wissensschatz hin, der Weisheitslehrern in unterschiedlichen Graden zugänglich ist.

Das Kreuz zeigt den Menschen in der scheinbaren Trennung vom Universellen. Er fühlt sich isoliert in der Polarität der Erde, solange er sich und seine Aufgabe in diesem Leben noch nicht erkannt hat.

Wir haben immer eine Wahl und alles hat Konsequenzen. In meinen Anfangsjahren, die ich in meinem dritten Buch beschreibe, war die Psychologie der Auffassung, dass man alle unangenehmen Situationen auffinden muss, auch die aus der Kindheit. Heute ist man davon abgekommen. Was dabei passiert, ist inzwischen ganz klar: Was du denkst, das wirst du, sagte schon Buddha. Auf was wir unsere Aufmerksamkeit richten, das wächst. Wir rühren unnötig lange in alten Geschichten herum und erzeugen sie ständig neu. Das ist unklug und dauert. Besser ist es, und das macht heute auch die positive Psychologie, sich auf die angenehmen Gedanken und Situationen zu konzentrieren, denn das erhöht in kurzer Zeit die Qualität der Gedanken. Gute Gefühle geben Kraft und erst damit haben wir genug Power, um unangenehme Schwachstellen zu verändern. Der Effekt ist schnell spürbar, wir werden klarer und immer friedlicher. Durch die Anziehung des Gleichen ziehen wir entsprechend Menschen und Begebenheiten von außen an. Zudem können wir das, was wir uns wünschen, selbst in Existenz bringen und prüfen, ob es uns zufrieden macht.

Je mehr wir dieses von anderen übernommene Ego loslassen und ins JETZT kommen, umso machtvoller sind unsere Gedanken mitsamt den sie begleitenden Gefühlen. Im Raum der Stille öffnen sich Kanäle zur Weisheit des Universellen und wir begreifen, wer wir wirklich sind. Der Weisheitslehrer Kurt Tepperwein erklärt in einem Video den, der wir wirklich sind, den, der diese vielen Rollen in den vielen Leben spielt, in etwa so: Der Körper mit dem Verstand sei das Erfahrungsinstrument, mit dem wir das Leben erfahren. Wir aber seien Bewusstsein. Und dann beschreibt er das Bewusstsein: Es sei immer, es sei nicht geboren worden, es könne auch nicht älter werden, es könne auch nicht krank werden, es könne auch nicht sterben. Bewusstsein ist. Wie weit Menschen das verwirklicht haben, können wir daran erkennen, wie weit sie die höchsten Qualitäten zum Ausdruck bringen, die da sind Akzeptanz, Freude, Frieden, Mitgefühl, Vertrauen, Hoffnung, Demut, Freundlichkeit, Wohlwollen, Ruhe, Heiterkeit, Ehrlichkeit, Treue, Empathie, Einfühlungsvermögen, Großzügigkeit, Wahrhaftigkeit, Fürsorge, und Liebe zu allen Lebewesen, also auch zu Tieren, Pflanzen und allem, was ist.

Den gesamten Lebensweg beschreibt Tepperwein in etwa so: Das Leben ist eine Reise aus der unbewussten Vollkommenheit des Universellen über die bewusste Unvollkommenheit des Egos, indem wir unser Kreuz erkennen, bis hin zur bewussten Vollkommenheit, indem wir das Ego wieder loslassen und zu dem werden, der wir wirklich sind, reines Bewusstsein des Universellen.

Jeder Mensch ist im Innersten schon vollkommen, spielt auf der Erde eine Rolle in der Unvollkommenheit, und geht wieder zurück in die Vollkommenheit des Universellen. Tepperwein fügt an, dass sich das Universelle in der Vollkommenheit nicht erkennen kann. Da ist ja alles vollkommen. Es braucht dazu unsere bewussten Erfahrungen in der Unvollkommenheit. Das ist unser Beitrag zum Universellen.

Damit endet meine Reihe "Meine Objekte", in der ich versucht habe, über Formen mit Bedeutung noch einmal das zum Ausdruck zu bringen, was ich in meinen Büchern, Artikeln und anderen Medien, sowie in Seminaren und Vorträgen in anderer Form erläutere.


 

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