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Das vom Körper getrennte Auge.

Wir kommen auf die Welt und sind einfach. Wir wissen noch nichts von der Welt. Wir haben Bedürfnisse und werden sie nicht befriedigt, dann schreien wir einfach. Ich nehme an, dass Babys zu Anfang nur farbige Wolken sehen. So ergeht es zumindest Patienten, die blind waren, die jedoch durch eine Operation wieder sehen lernen. Auch sie sehen zu Anfang nur farbige Wolken und müssen das Gefühlte zuordnen. Das ist für Erwachsene sehr anstrengend und manche wünschten sich, sie hätten sich nie operieren lassen. Für Babys ist es offenbar ganz einfach daraus dichtere Materie zu konstruieren, denn sie lernen Gesichter zu erkennen und zu unterscheiden.

Als nächstes lernen sie Materie zu fühlen, indem sie ihren eigenen Körper kennenlernen. Sie lernen krabbeln und laufen und ihn ganz bewusst zu steuern. Kleinkinder sind voller Tatendrang die Welt zu entdecken. Sie sind voll und ganz in der Gegenwart, denn sie kennen weder die Uhrzeit, noch das Datum. Für sie ist immer JETZT. In diesem JETZT sind sie verbunden mit allem, was ist. Schauen sie einen Käfer an, dann sind sie der Käfer, schauen sie einen Baum an, dann sind sie der Baum.

Dann lernen sie sprechen. Sie lernen sich mit ihren Namen zu identifizieren, den die Eltern ihnen gaben. Zu Anfang sagen sie noch „Max will, oder Marie will“, bis das Ich geboren wird, „Ich will“. Dieses Ich trennt sich sozusagen von der Person und wird eigenständig. Es ordnet jetzt zu dem Ich das mein, mein Spielzeug, und das mir, mir gehört das. Und wehe jemand nimmt das weg. Dann leidet dieses kleine Ich, das kleine Ego. So kommt es zu einer Geschichte, die behalten wird. Das Ego hat damit eine Vergangenheit, an die sich das Kind erinnert. Aus dieser bildet sich eine Vorsicht, eine mögliche Zukunft. Das Kind wächst heran, geht zur Schule, lernt Uhrzeit und Datum, und immer mehr Geschichten häufen sich um das Ego. Im Älterwerden identifiziert es sich dann mit dem Namen und den Geschichten und merkt nicht, dass das alles nur in Gedanken existiert.

Doch dieses Ego, das sich quasi vom Körper getrennt hat, kann nun die Welt objektiv betrachten. Wenn es einen Baum ansieht, dann ist es nicht mehr der Baum, sondern es ist in der Lage, den Baum in seiner ganzen Schönheit von außen zu sehen.


 

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