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Einführung in meine Ausstellungsobjekte

Weitere Bücher von mir müssen noch ein wenig köcheln. Ich möchte diese Zeit nutzen, um eine andere Seite von mir deutlich zu machen.  Schon damals im Hinblick auf ein baldiges Ende meiner schießsportlichen Laufbahn,  mit 45 ist man im Sport ja schon ein Methusalem, hatte ich mich einer künstlerischen Gruppe angeschlossen,  hatte grafische Techniken erlernt und über mehrere Jahre angewendet. Nach der Scheidung schrieb ich Kindersendungen fürs Fernsehen, die zwar lobend kommentiert, aber nicht angekauft wurden. Da ich meinte in der Umsetzung meiner Ideen noch Hilfe zu brauchen, schrieb ich mich in einer freien Kunstschule ein und studierte drei Jahre Kunst. Dann kamen Umstände dazwischen, die mich aus diesem Weg heraus katapultierten. Aber das Interesse und die Liebe zum künstlerischen Tun waren immer da, beschränkte sich jedoch in der Folge aus Zeitmangel nur auf die Teilnahme an Ausstellungen und zwar lange bevor ich meine Bücher zu schreiben begonnen hatte. Meine Intension war dabei  immer auf gestalterische Weise meine Erfahrungen und meine Erkenntnisse zum Ausdruck zu bringen und andere teilhaben zu lassen.

 

Ich bin ein Beuys-Fan und bin begeistert von der Art, wie er höchste universelle Weisheiten mit sehr profanen Mitteln zum Ausdruck bringt. Es störte mich jedoch immer, dass er häufig so wenig verstanden wird, dass Fett und Filz lediglich mit seinem Unfall im Krieg in Zusammenhang gebracht wird. Beuys selbst sagte einmal, dass man nichts erklären müsse, weil im Innern der Mensch wisse, worum es geht. Im Kunstbetrieb ist es ohnehin nicht üblich die eigenen Arbeiten zu erklären. Ich konnte das nicht so sehen, denn ich erlebte zu oft wie dankbar Menschen sind, wenn man ihnen ein wenig Hilfestellung gibt.


Vielleicht war Beuys zu früh dran und die Zeit noch nicht reif, denn heute ist das anders. Das Internet macht es möglich, dass diese höchsten Weisheiten jedem zur Verfügung stehen, der Interesse daran hat zu wissen, um was es eigentlich geht hier im Leben. Ich war auch zu früh dran, als ich mich entschloss Objekte zu gestalten, die das aufzeigen, was ich erfahren hatte. Ein Objekt bleibt eher in Erinnerung als ein Text. Nur erreichten die Ausstellungen, an denen ich mich beteiligte, immer nur ein sehr begrenztes Publikum, denen ich die Zusammenhänge erklären konnte. Seither schlummern  meine Objekte im Speicher, was ich schade finde. Ich habe mich daher entschlossen sie hervorzuholen, sie zu fotografieren und als Ergänzung zu meinen Büchern zu veröffentlichen, aber mit entsprechenden Erklärungen. Ich fange damit noch einmal von vorn an, von den ersten Anfängen der Gestaltung. So wie Beuys es ausdrückt hat die Form ja auch eine Vorstufe. Denn er sagt im „Kapital“: „Die Sprache selbst mit diesen Sprachformen hat ja auch wieder eine Herkunft, womit der Begriff der Skulptur aufs Denken zurückverlagert wird, also etwas ganz Unsichtbares.“ Zur Zeichnung „Kehlkopf“ sagte er: „Das ist das, was ich meine, die Zurückverlagerung der Idee der Skulptur auf das Sprechen und Denken.“ (lesen Sie hierzu in meinem Buch „Mentale Kräfte aktivieren“ hinten unter Teil IV, Symbolik und der erweiterte Kunstbegriff)


 Jeder Mensch ist ein Gestalter. Er gestaltet sein eigenes Leben mit seinen Absichten, seinen Gedanken, Worten und Gefühlen, mit denen er auf seine Handlungen Einfluss nimmt.


 So haben auch meine Arbeiten das Wort als Grundlage der menschlichen Kommunikation zum Hintergrund, das Wort aber auch als Grundlage für  Gestaltung  und Wirklichkeitsbildung im  erweiterten  Kunstbegriff. Schon im Leistungssport mit Mentaltraining musste ich akzeptieren, dass mein erlerntes wissenschaftliches Weltbild Lücken aufweist und für viele meiner Erfahrungen keine ausreichenden Erklärungen abgab. Ich sah mich mehr und mehr gezwungen - eher unbeabsichtigt - zu Fragestellungen von „Wie wirklich ist eigentlich unsere Wirklichkeit“. Auf diese Frage ergaben sich im Laufe meiner Entwicklung überraschende Antworten, die ich in meinen Büchern und Artikeln beschreibe. Neben unserer objektiv fassbaren und messbaren Wirklichkeit gibt es eine Ergänzung, eine Erweiterung. Neben der Form das Formlose.

 

„Am Anfang war das Wort“ heißt es in einem der großen Bücher. Ich habe im Leistungssport erfahren, dass mit Gedanken und Worten Einfluss genommen wird auf unsere subjektive Realität. Wir alle sind heute mit dem Bild vertraut, wo Skiläufer kurz vor ihrem Start noch einmal in Gedanken und inneren Bildern die Strecke abfahren und so auf ihren Körper Einfluss nehmen. Die haben das sicher zuhause schon viele Male getan. Das ist Mentaltraining.


Seit 20 Jahren gibt es das MRT. Man hat damit festgestellt, dass Gehirne die gleichen Gehirnareale ansteuern, egal, ob der Proband etwas real tut, oder ob er sich nur vorstellt, es zu tun. Es werden folglich auch die gleichen Aktionspotentiale ausgelöst, wodurch der Körper gestärkt wird. Nur so kann ich mir meine enorme Leistungssteigerung durch mentales Training erklären, die zu meiner intensiven Suche nach Erklärungen führten. Heute, nach fast 40 Jahren, werde ich darin bestätigt, denn Ford hat 2018 eine Studie in Auftrag gegeben, die Entspannungstraining und Vorstellungskraft untersuchte. Sie stellten eine bis zu 50% höhere Konzentrationsfähigkeit und damit ebenfalls eine enorme Leistungssteigerung fest.

 

Grundlage jedes Vorhabens, jeder Aktion, ist immer die Absicht aus Gedanke oder Wort. Jeder Form, wie auch jedem Ereignis, liegt eine solche Absicht aus Worten zugrunde. Ich wählte deshalb zur Darstellung dieses grundlegenden Vorganges jeder Gestaltung Worte aus der Zeitung, die in Schnipsel zerrissen ohne Sinnzusammenhang in Form einer Collage auf diverse Untergründe aufgeleimt sind. Es ergibt sich eine leicht glänzende Oberfläche aus lesbaren Worten, die den Ursprung der Form als „Idee in Worten“ zum Ausdruck bringt.

 

Ich beabsichtige meine Objekte selbst zu erklären und sie in einen Sinnzusammenhang zu bringen, der meine Bücher, Seminare und Vorträge ergänzt. Sie werden in Abständen, je nachdem wie ich Zeit habe, auf meiner Webseite erscheinen und in anderer Form noch einmal das zum Ausdruck bringen, was ich erfahren und erkannt habe.

 



 

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